Anja Paulmann

 

Interview

Das Interview läuft wie folgt ab: Zunächst kläre ich über die Studie und das weitere Vorgehen auf. Das Interview kann nur durchgeführt werden, wenn die Teilnehmer/innen dem Verfahren zustimmen. Hierzu sind die wesentlichen Punkte in einer Einwilligungserklärung zusammengefasst, die dann unterschrieben werden muss.

Als nächstes wird ein chiffrierter Code nach bestimmten Regeln generiert. Wahlweise kann auch ein eigener Code erstellt werden. Dieser Code ist nötig um die Daten des Online-Fragebogens mit dem Interview zusammenführen zu können.

Bei dem Interview handelt sich um ein sogenanntes "Problemzentriertes Interview" nach Witzel (1985). Ich habe diese Form gewählt, weil es zum einen den Teilnehmer/innen ermöglicht frei von dem eigenen Erleben zu erzählen und zum anderen doch auch eine gewisse Struktur vorgegeben ist.

Die Befragung beginnt mit einem kurzen Fragebogen zu signifikanten Bezugspersonen und der jeweiligen Beziehungsqualität. Das dient der ersten Orientierung und dauert nur wenige Minuten.

Das eigentliche Interview beginnt mit einer vorformulierten Eröffnungsfrage, die sich auf die Aufdeckung bezieht und einem Leitfaden, der es mir ermöglicht gezielt nachzufragen. Dabei ergeben sich die meisten Fragen aus dem bereits Erzählten. Das Interview dauert ca. eine Stunde. Maßgeblich für die Dauer ist jedoch, was jeder erzählen möchte. Es kann also auch kürzer oder länger dauern.

Das Interview wird aufgenommen. Zur Sicherheit habe ich zwei Aufnahmegeräte dabei. Die Aufnahmen werden auf einem Laptop gespeichert und bearbeitet der nicht mit dem Inter- oder Intranet verbunden ist. Dieser Laptop wird auch nur in meinem Arbeitszimmer genutzt. Zusätzlich erstelle ich eine Sicherheitskopie auf einem Memorystick. Auch dieser wird sicher verwahrt. Der ausgefüllte Fragebogen zu den Bezugspersonen wird nur in Papierform sicher in einem Schrank verwahrt. 

Das Interview wird anschließend transkribiert. Hierzu nutze ich die Software MAXQDA. Das Original wird dann weitgehend anonymisiert. Ich schreibe deshalb "weitgehend", da es immer Informationen geben kann, die einen Rückschluss auf die Person zulassen können. Verändert werden in jedem Fall Namen, Orte, Jahreszahlen, etc. Beide Versionen werden zusammen mit dem Interview - wie geschildert - gesichert. Zugang zu diesen Daten haben nur meine Gutachter zu Prüfungszwecken. Sechs Monate nach Veröffentlichung der Arbeit werden die Aufnahme vollständig von mir gelöscht.

Die Teilnehmer/innen bekommen von mir ihre Interviews in schriftlicher Form zugeschickt. Somit hat jeder auch noch mal seine eigene Geschichte vorliegen und kann dieses Dokument für sich privat nutzen. Natürlich bietet es auch die Möglichkeit zur Kontrolle. Sollten Aussagen falsch erfasst worden sein, kann dies noch korrigiert werden.

In der Arbeit werden keine personenbezogenen Aussagen zitiert. Sollten fallspezifische Aussagen sinnvoll erscheinen, wird dies vorher mit den jeweiligen Teilnehmern abgesprochen.

Die Teilnehmer/innen haben jederzeit die Möglichkeit vom Interview zurückzutreten und die Löschung ihrer Daten zu verlangen. Sollten Sie Fragen haben, dann stehe ich gerne zur Verfügung.

"Es sind Eure Geschichten und sie gehören nur Euch"

     

 

 

 

 

Einverständniserklärung
Problemzentriertes Interview